Nach Angaben der zuständigen Regionalleitstelle Oderland verlief die Silvesternacht im Landkreis insgesamt eher ruhig und ausgeglichen. Trotz einzelner Vorfälle blieb ein größerer Ausnahmezustand aus.

In Strausberg ermittelt die Polizei nach einer Explosion, die sich bereits in den Abendstunden des 31. Dezember ereignete. Gegen 20.55 Uhr meldeten Zeugen ein beschädigtes Fahrzeug in der Waldstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen war ein Böller detoniert und hatte nicht nur ein Auto, sondern auch ein Garagentor beschädigt. Die Schadenshöhe wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. Kriminalisten prüfen nun, wer für die Tat verantwortlich ist. Nur wenig später kam es in Strausberg zu einem weiteren Einsatz: Gegen 22.30 Uhr brannte ein Balkon in der Straße Am Annatal. Die Feuerwehr konnte das Feuer rechtzeitig löschen und ein Übergreifen auf die Wohnung verhindern. Ein Anwohner erlitt leichte Verletzungen und musste durch Rettungskräfte behandelt werden. Die Ursache des Brandes ist bislang unklar, Kriminaltechniker haben die Ermittlungen aufgenommen.

Auch in Hönow rückten Feuerwehr und Polizei in der Silvesternacht aus. In den frühen Morgenstunden des 1. Januar geriet ein Balkon in der Brandenburgischen Straße in Brand. Der Sachschaden wird auf mehr als 10.000 Euro geschätzt. Nach ersten Erkenntnissen könnten zurückgelassene Feuerwerkskörper das Feuer ausgelöst haben. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung.

In Bad Freienwalde kam es am Silvesterabend zu einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Berliner Straße. Die Feuerwehr löschte die Flammen und evakuierte die Bewohner vorsorglich. Verletzt wurde niemand. Dennoch ermittelt die Kriminalpolizei wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.

In Rüdersdorf wurden die Einsatzkräfte gegen 0.45 Uhr in das Wohngebiet Albrecht Thaer in Hennickendorf gerufen. Ein Zeuge hatte einen vermeintlichen Brand an einem Fenster gemeldet. Vor Ort stellte sich heraus, dass lediglich ein Fliegenschutzgitter geschmort hatte. Ein Feuer war nicht entstanden. Für die Feuerwehr Rüdersdorf war es dennoch ein besonderer Einsatz: Erstmals kam der neue „Skylift“, ein modernes Hubrettungsfahrzeug, zum Einsatz. Das Fahrzeug ersetzt ein Vorgängermodell aus 1999, das bereits 2023 außer Dienst gestellt werden musste.

Für einen eher ungewöhnlichen Einsatz sorgten in der Silvesternacht entlaufene Pferde in WesendahlStadt Altlandsberg. Offenbar durch das Feuerwerk verschreckt, brachen insgesamt 21 Tiere von einem Pferdehof aus. Kurz nach Mitternacht suchten Polizei und Bereitschaftspolizei in den Wäldern rund um Wesendahl und Gielsdorf nach den Tieren. Dank frischer Spuren im Schnee konnten zunächst fünf Pferde gesichert werden, im Laufe der Nacht wurden auch die übrigen 16 Tiere eingefangen und ihren Haltern übergeben.

In anderen Orten mussten darüber hinaus mehrere Kleinbrände u.a. Hecken, Abfalltonnen u.ä. gelöscht werden.

nach einem MOZ -Artikel vom 01.01.26

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