Am Sonnabend, den 31. Mai 2025 feierte die Notfallseelsorge Märkisch-Oderland in der evangelischen Marienkirche in Wriezen ihr 25-jähriges Bestehen.
Die Feierlichkeiten begannen mit einem Gottesdienst, in dem der langjährige Einsatz der Notfallseelsorge gewürdigt wurde und den Menschen gedacht wurde, die in besonders schwierigen Situationen auf diese Unterstützung angewiesen waren. Auf einem Empfang des Landrates wurden in Grußworten den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Dank und Anerkennung ausgesprochen.
Das Notfallseelsorge-Team betreut Hinterbliebene und Angehörige nach tödlichen Unfällen, Todesfällen daheim und Suiziden.
Sie kommen zum Einsatz, wenn Feuerwehr, Rettungsdienste oder Polizei nicht mehr helfen können oder ihre Hilfe nicht erfolgreich war.
Die Notfallseelsorger kommen direkt zur Unfallstelle oder begleiten die Polizeibeamten, wenn sie einer Familie die Todesnachricht überbringen. „Hand in Hand mit Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst“ lautet ihre Devise.
Seit Sommer 2019 leiten Dennis Ferch aus Bad Freienwalde und Katrin Fischer aus Rehfelde als Stellvertreterin die Notfallseelsorge in Märkisch-Oderland. Sie sind eine Regieeinheit des Katastrophenschutzes des Landkreises.
Die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) im Land Brandenburg ist ein Angebot der evangelischen Landeskirche. Der Landkreis finanziert die Ausstattung der ehrenamtlichen Notfallseelsorger. Das Team der Notfallseelsorger in Märkisch-Oderland besteht aus zwölf Personen aus dem ganzen Landkreis mit Berufen wie Sozialpädagoge, Erzieher, Notfallsanitäter, Trauerredner, Krankenschwester, Polizeibeamte u.a. Das Team bildete sich infolge eines Schulbusunfalles in Altlandsberg.
Das Team kümmert sich um alle Opfer unabhängig von der Religion. Betreut werden Opfer und Unfallverursacher. Das Team weise den Menschen den Weg, wohin sie sich nach dem überwundenen Schock wenden können.
Alarmiert werden die Notfallseelsorger von der Leitstelle. Sie haben einen Bereitschaftsplan über zwölf oder 24 Stunden. Die Teams der Notfallseesorge sind rund um die Uhr einsatzbereit und unterliegen der seelsorgerlichen Schweigepflicht. Sie sind für dieses Arbeitsgebiet ausgebildet und werden regelmäßig in Seelsorge, psychosozialer Unterstützung und Einsatztaktik weitergebildet. Die Teams sind am Einsatzort dem Einsatzeiter unterstellt.
Auch Einsatzkräfte kommen mitunter an Grenzen des für sie Erträglichen. Für sie sind aber nicht die Seelsorger zuständig, sondern ein Team von landesweit ca. 40 Mitarbeitern der Einsatznachsorgeteams, die ebenfalls auf Anforderung von den Leitstellen zu den Einsatzkräften, ins Gerätehaus oder in die Dienststelle kommen und psychologische Hilfe leisten.





