Am letzten Wochenende feierte die Freiwillige Feuerwehr Wegendorf (Stadt Altlandsberg) ihr 100-jähriges Bestehen im Rahmen der 680- Jahrfeier der Ersterwähnung von Wegendorf.

15 ortsansässige Bauern, verwies Löschgruppenführer René Thürling auf die Anfänge, hätten die Wehr 1925 aus der Taufe gehoben.

Federführend sei damals der Nachtwächter August Brunkow gewesen. „Der Blick für die Gefahr, das Ohr für die Sorgen der Menschen und das Herz am rechten Fleck“, das war schon seinerzeit Grundsatz. Die erste Ausrüstung der Truppe war mit einer handbetriebenen Druckspritze, von Pferden zum Einsatzort gezogen, aber eher bescheiden. Und das alte Spritzenhaus fungierte nicht nur als Ort der Technik: „Auch Missetäter wurden dort festgehalten, bis die Polizei kam.“

Ausrüstung war auch nach dem Zweiten Weltkrieg, als es 1947 einen Neuanfang der Feuerwehr gab, Mangelware, wurde aber mit viel Kreativität wettgemacht. „Pioniergeist pur“, dem 1960 immerhin das erste Fahrzeug folgte, ein KLF vom Typ B1000. Nach der Wende gab es einen Ford Transit und Ende 2006 dann den großen Iveco Magirus. Der fand seinen Platz schon im neuen Gerätehaus, für das 1998 Grundsteinlegung erfolgt war und in das etwa 1000 ehrenamtliche Arbeitsstunden flossen.

„Die Feuerwehr ist Teil des Herzens dieses Dorfes“, so der Löschgruppenführer. Der Bürgermeister Michael Töpfer hatte berichtet, wie sein Opa nach dem Krieg zu den ersten Aktivposten zur Wiederformierung der Truppe gehörte. Dass auch die heutige Jugend in die Fußstapfen früherer Feuerwehr-Generationen tritt, zeigte sie beim Fest mit einer Löschvorführung. Beim echten Einsatzfall an diesem Tag war das Team, als ein Mähdrescher auf einem Feld gebrannt hatte, sogar schon zur Stelle, bevor überhaupt der Alarm ertönte – rekordverdächtig.

nach einem MOZ- Artikel von Thomas Berger

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